Dekanat Gießen

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          Buß- und Bettag

          Tag der Besinnung unter dem Eindruck von Krieg und Flucht

          Peter BongardSehnsucht nach Frieden

          Der diesjährige Buß- und Bettag steht besonders unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der ungebrochen hohen Zahl von Geflüchteten, die angesichts von Krieg, Naturkatastrophen und lebensbedrohender Not versuchen, Europa zu erreichen.

          „Dieser Feiertag ist für evangelische Christinnen und Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben“, sagt der Gießener Dekan, Pfarrer André Witte-Karp. Der Gedenktag dient auch dem Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Konflikte und Probleme. „Die Diskussion über Waffenlieferungen an die Ukraine und über Wege zum Frieden wird auch in der evangelischen Kirche kontrovers diskutiert“, so Witte-Karp. Ein eindeutiges Richtig oder Falsch gebe es hier nicht.

          Das wird auch in den Abendgottesdiensten am Buß- und Bettag deutlich werden. In Gießen wird um 19 Uhr gemeinsam mit der katholischen Kirche in die Johanneskirche und in die St. Thomas Morus-Kirche eingeladen, in der die evangelischen Gemeinden im Gießener Osten feiern. Im Thomas-Gemeindezentrum wird bereits um 15 Uhr ein Gottesdienst gefeiert. Auch im Umland, etwa in Fellingshausen, Steinbach und Großen-Linden wird jeweils um 19 Uhr Gottesdienst gefeiert.

          Buß- und Bettag seit 1995 keine arbeitsfreier Feiertag

          Der Buß- und Bettag war bis 1995 ein gesetzlich geschützter und damit arbeitsfreier Feiertag. Dann wurde sein arbeitsfreier Status - außer in Sachsen - als finanzieller Ausgleich für die Pflegeversicherung abgeschafft. Trotzdem wird er von den Kirchen mit Gottesdiensten, Konzerten und anderen ernsten Veranstaltungen, die nun meist abends stattfinden, weiterhin gestaltet und erhalten.

          Samstag, 19. November 2022
          18:00 Uhr
          , Junge Kirche Gießen (Löberstr. 4)
          Chor-Zyklus „Wohin ich immer reise, ich fahr nach Nirgendland“, ein überregionales Vokalensemble singt unter der Leitung von Mareike Hilbrig (Marburg). Die Komponistin Erna Woll hat darin Gedichte der jüdischen Dichterin Mascha Kaléko über Flucht und Heimatverlust vertont. Dieses Werk und weitere Chormusik treten mit persönlichen Texten in einen Dialog, in denen Menschen aus verschiedenen Perspektiven ihre Begegnungen zwischen Menschen auf der Flucht und Menschen ohne Fluchterfahrung beschreiben. Der Eintritt ist frei.
          19:30 Uhr, Petruskirche (Wartweg 9)
          „Musik und Politik“
          J. S. Bach-Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ mit dem Main-Barockorchester und der Petruskantorei; sowie einem politischen Kommentar zum Krieg in der Ukraine von Bundestagsvizepräsidentin Katrin-Göring Eckardt.
          Eintritt: € 10/15/20 Jugendliche bis 18 J. frei. Vorverkauf im Kirchenladen am Kirchenplatz,
          Restkarten an der Abendkasse

          Besondere Konzerte mit politischen Akzenten

          Die evangelische Kirche sieht nach den Worten von Dekan Witte-Karp eine ihre Aufgaben darin, Menschen zu bewegen, sich in den Fragen der Zeit eine Meinung zu bilden und gesellschaftliche Kontroversen fair zu führen. „Deswegen laden wir am Samstag nach dem Buß- und Bettag zu zwei besonderen Kulturveranstaltungen zu den Themen Krieg und Frieden, Flucht und Asyl ein: In der Jungen Kirche gibt es eine szenische Darstellung von Gedichten der vor den Nazis geflüchteten jüdischen Lyrikerin Mascha Kaléko und in der Petruskirche eine klassische Bach-Kantate, die ergänzt wird um einen politischen Vortrag von Katrin Göring-Eckhardt.“
          Die Bundestagsvizepräsidentin (Bündnis90/Die Grünen) und Synodale im Kirchenparlament der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hatte zuletzt erklärt, Pazifismus sei eine individuelle Haltung, die sich nicht auf Institutionen und Regierungen übertragen lasse. Der russische Angriffskrieg ziele auf die Vernichtung von Kultur, Sprache und Identität des ukrainischen Volkes.

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