Dekanat Gießen

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          Pfarrerin Christin Neugeborn kommt nach Bieber und Rodheim-Vetzberg

          „Gott in Biebertal finden"

          HartmannChristin Neugeborn ist seit 1. Januar 2019 Pfarrerin in Bieber und Rodheim-Vetzberg

          Pfarrerin Christin Neugeborn ist mit Beginn des neuen Jahres Seelsorgerin der Evangelischen Kirchengemeinden Bieber und Rodheim-Vetzberg. Die 31-jährige Theologin, die zuletzt in Frankfurt im Vikariat war, trat am 1. Januar die Nachfolge von Pfarrer Matthias Henkel an. Für drei Jahre wird sie von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau als „Pfarrerin im Probedienst“ entsandt.

          Besonders freut sich die Pfarrerin auf die Arbeit und die Andachten mit Kindern und die Begegnungen mit Eltern. Dass die Kirchengemeinden in Bieber, Rodheim und Vetzberg Kindertagesstätten haben, sieht sie als große Chance für die Gemeinden. Denn sie weiß, viele Gemeindemitglieder sind für die klassischen Gemeindeangebote wie den Sonntagsgottesdienst oder Gesprächskreise nur schwer erreichbar.
          Oft seien in der Familie beide Eltern berufstätig. Am Ende des Tages bleibt wenig Zeit für einen selbst und die Familie. Als Pfarrerin müsse sie sich ehrlich fragen, wofür Menschen darüber hinaus Zeit aufbringen können und wollen. Umso wichtiger sei die Begegnung im Alltag.

          "Gott in Biebertal"

          „Gott lässt sich in Biebertal in vielem finden, was Menschen gemeinsam gestalten und dem Leben hilft. Sei es in der Kita, den Vereinen, bei Festen oder auch in der Feuerwehr.“ Wenn Religion den ganzen Menschen angehen soll, sei dort ihr Platz, wo die Lebensthemen der Menschen Gestalt bekommen, so die Pfarrerin. Deshalb möchte sie gerne in die Traditionen in Biebertal hineinwachsen.

          Dörfliches Leben ist der Pfarrerin vertraut

          Dörfliches Leben ist Christin Neugeborn vertraut. Sie kennt Heimatverbundenheit und das Bedürfnis nach Geselligkeit im Dorf. Groß geworden ist sie auf einem Bauernhof im Hessischen Ried und hat dort Freud und Leid mehrerer Generationen unter einem Dach kennengelernt und geteilt. Nach dem Abitur begann sie in Frankfurt das Studium für das Lehramt an Grundschulen, hat es auch mit dem Ersten Staatsexamen und mit vielen Unterrichtserfahrungen abgeschlossen. „Kinder haben mir so hemmungslos Glaubensfragen gestellt, dass ich es dann auch noch einmal genauer wissen wollte und Theologie in Frankfurt und Kiel studiert habe.“ Sie selbst habe als Kind und Jugendliche den Gottesdienst am Sonntag als besonderen Moment der Woche erlebt. 

          Biebertal im Umbruch

          Christin Neugeborn kommt nach Biebertal in ein Gemeindegebiet, auf das viele Veränderungen zukommen. Strukturen werden in Frage gestellt, Pfarrstellen werden neu berechnet, Kooperationen zwischen Kirchengemeinden stehen auf der Tagesordnung. Vertraute Menschen, wie etwa der Gemeindepädagoge Christoph Schäufler, verlassen die Jugendarbeit für neue Aufgaben. „Das löst Unsicherheiten aus und wirft Fragen und Sorgen auf“, so Neugeborn. Sie weiß, dass man da nichts überstürzen kann und gemeinsam nach gangbaren Wegen suchen muss. Gerade die Verhältnisse im heimischen Dorf  sollten stabil und beständig sein, wenn die Gesellschaft und die Welt für viele nicht mehr verlässlich und erklärbar sind. „Wir fühlen uns oft ohnmächtig“, weiß auch die neue Pfarrerin. 

          "Menschen auf ihrer Lebensreise begleiten"

          Sie wünscht sich, gemeinsam mit den Menschen in ihren Gemeinden im Gottesdienst, im Gebet, in der Predigt, bei Begegnungen im Alltag die manchmal beunruhigende Vielfalt und Ohnmacht im Leben gemeinsam auszuhalten.  „Als Pfarrerin habe ich das große Glück, Menschen auf ihrer Lebensreise begleiten und ihren Sinn für die Tiefe des Lebens verstärken zu dürfen.“ Vorgenommen hat sie sich, Menschen auch zuzumuten, sich elementaren und schwierigen Fragen des Glaubens zu stellen. Denn dass die Kirche Gewichtiges für das Leben jedes Einzelnen zu sagen habe, steht für sie außer Frage.

           

          Als Pfarrerin ordiniert, das heißt eingeführt, wird Christin Neugeborn am 10. Februar (14 Uhr) durch den Propst für Oberhessen, Pfarrer Matthias Schmidt.

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