NS-Verbrechen in der Nieder-Ramstädter Diakonie
Kurs-Nr.: , 02.04.2025, Darmstadt
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Infos
Termin 02. 04. 2025 19:00 – 21:00 Uhr
Ort Das Offene Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt
Kosten
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Vortrag/Diskussion

Vergessenes Unrecht erinnern
Die Aufarbeitung der NS-Verbrechen an psychisch kranken und behinderten Menschen in der Nieder-Ramstädter Diakonie
Impulse für eine inklusive Erinnerungskultur
Vortrag von Leonie Otters, M.A. Geschichte
Mittwoch, 02. April 2025, 19 Uhr
Das Offene Haus Darmstadt, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden hunderttausende Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen ermordet. Ähnlich wie andere marginalisierte Gruppen, die unter dem Nazi-Regime litten, wurden die Betroffenen dieser Verbrechen lange Zeit nicht ausreichend in der deutschen Erinnerungskultur berücksichtigt. Der Vortrag am 02. April widmet sich dieser dunklen Episode der Geschichte und beleuchtet die Erinnerung an die nationalsozialistischen Medizinverbrechen an psychisch kranken und behinderten Menschen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erinnerungskultur der Nieder-Ramstädter Diakonie, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Während die NS-Medizinverbrechen an behinderten und psychisch kranken Menschen mittlerweile Teil der deutschen Erinnerungskultur sind, wurden die Perspektiven der Betroffenen über Jahre hinweg nicht ausreichend gewürdigt. Der Vortrag geht auf die historische Aufarbeitung dieser Verbrechen ein, mit einem besonderen Fokus auf hessische Einrichtungen, insbesondere die Nieder-Ramstädter Diakonie.
Ein zentrales Anliegen des Vortrags ist die Frage, wie eine inklusive und barrierefreie Erinnerungskultur gestaltet werden kann – eine, die den individuellen Zugang zur Geschichte fördert und gleichzeitig die Teilhabe von Menschen mit Lernschwierigkeiten an diesem Diskurs stärkt.
Der Vortrag lädt dazu ein, neue Impulse zu entwickeln und zur weiteren Diskussion über eine gerechte und umfassende Erinnerungskultur beizutragen.
Referentin:
Leonie Otters, M.A. Geschichte, ist Regionalgruppen-Sprecherin des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Südhessen. Sie schrieb ihre Masterarbeit über Erinnerungskultur in der Nieder-Ramstädter Diakonie und forscht zu barrierearmer Erinnerungskultur.
Details
Veranst. Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. Regionale Arbeitsgruppe Südhessen
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