Pfarrerin Carolin Kalbhenn wird als Dekanin eingeführt

veröffentlicht 04.05.2026 von Hartmann, Ev. Dekanat Gießen

Pfarrerin Carolin Kalbhenn wird am Freitag, 8. Mai, 17 Uhr, in einem Gottesdienst in der Gießener Johanneskirche, Südanlage 13, als Dekanin des Evangelischen Dekanats Gießen von Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer offiziell in ihr Amt eingeführt.

Carolin Kalbhenn war im Januar vom regionalen Kirchenparlament, der Dekanatssynode, nahezu einstimmig gewählt worden und hat Anfang Mai ihre Tätigkeit aufgenommen.
Sie war zuletzt seit 2004 Pfarrerin in der Michaelsgemeinde in Gießen-Wieseck, die seit knapp sechs Jahren zusammen mit der Paulus- sowie der Thomasgemeinde die Gesamtkirchengemeinde Gießen Nord bildet. Sie ist mit dem Stadtkirchenpfarrer Dr. Gabriel Brand verheiratet. Gemeinsam haben sie drei Kinder. Kalbhenn stammt aus dem Vogelsberg  und hat nach dem Abitur in Alsfeld in Heidelberg, Jerusalem und Berlin Ev. Theologie und Judaistik studiert.  

„VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN UND KIRCHE GESTALTEN“

Nach mehr als 20 Jahren intensiver Gemeindearbeit im Gießener Norden will Carolin Kalbhenn nun als Dekanin „Verantwortung übernehmen und Kirche gestalten“. Ihr ist es wichtig, dass Kirche auch in Zeiten von knapperen Ressourcen und geringeren Mitgliederzahlen, ihren Blick bewusst nach außen richtet und sich nicht hinter Kirchenmauern verkriecht. „Es ist die Aufgabe der Kirche in der Gesellschaft präsent, engagiert und ansprechbar auf die Themen zu sein, für die Christinnen und Christen stehen: Menschenwürde Respekt, Hinwendung zu den Schwachen“, so Kalbhenn.

Aus ihrer Arbeit in der Gemeinde bringt Kalbhenn positive Erfahrungen der Kooperation ins Gemeinwesen hinein mit, etwa aus dem Prozess der Konzeption und des Aufbaus des Evangelischen Kinder- und Familienzentrums Am Kaiserberg in Wieseck in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Gießen. Auch der Dialog der Religionen liegt Kalbhenn am Herzen.  

"UMSTRUKTURIERUNG DER KIRCHE IST HERAUSFORDERUNG UND CHANCE"

Innerhalb der Kirche sieht Kalbhenn die vielfältigen Umstrukturierungsprozesse als Herausforderung und als Chance. „Bei aller Mühe, die diese Veränderungen machen, bei allem Schmerz über Abschiede von Vertrautem, mancher neue Impuls, manche neue Arbeitsform, manches neue Format kirchlicher Arbeit, das aus diesen Veränderungen hervorgegangen ist, würden wir nicht mehr missen wollen.“ Für Kalbhenn gehört zu diesen neuen Impulsen unter anderem die gestärkte Teamarbeit, die „Entdeckung“ anderer Orte für Gottesdienste oder die Profilierung von Arbeitsbereichen, etwa durch die Errichtung einer eigenen „Pfarrstelle für Kasualkultur“. Wie engagiert, mutig und konstruktiv sich Gemeinden, Haupt- und Ehrenamtliche des Dekanats den vielen Veränderungen in der Kirche stellen, erfüllt Kalbhenn mit Respekt und lässt sie zuversichtlich nach vorn schauen. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Leitungsteam des Dekanats in Zukunft Verantwortung für die Entwicklung der kirchlichen Landschaft im Dekanat Gießen zu tragen.“ 

AMTSÜBERNAHME AM 1. MAI 

Carolin Kalbhenn hat das das Amt zum 1. Mai übernommen. Die Dekanin vertritt das Dekanat in der Öffentlichkeit und ist zuständig für die Personalförderung, die Personalführung der kirchlichen MitarbeiterInnen sowie für die Personal- und Pfarrstellenplanung und die Pfarrstellenbesetzungen in den Gemeinden und Einrichtungen. Die Dekanin trägt - zusammen mit dem Dekanatssynodalvorstand (DSV) und der Dekanatssynode -Verantwortung für die kirchlichen Dienste, Gottesdienst, Seelsorge, Bildung, Ökumene, Gesellschaftliche Verantwortung oder Öffentlichkeitsarbeit in und um Gießen.