Der Hofweg ist nun mit hellen Steinen gepflastert und mit Rasen gesäumt. Die Wand zum linken Nachbargebäude ist hell gestrichen und mit drei großen in der Nacht leuchtenden Bildtafeln versehen. Sie zeigen in rot eine tief wurzelnde Pflanze, die von einem Lichtstrahl aus dem Himmel genährt wird, in blau einen Fluss oder einen Weg, der ins Licht führt und in gelb eine Blüte, die nach allen Seiten ausstrahlt. Im hinteren Teil des Hofs wurde entlang der Grenze zum Nachbargrundstück an der Ludwigstraße eine über 20m lange Bank mit einer hohen Rücklehne errichtet, die sich wellenförmig an die Hecke schmiegt. Außerdem stehen vereinzelt weitere Sitzmöbel bereit. Bunte Strandstühle ergänzen das Ambiente dieser grünen Oase in der Stadt. Und an heißen Tagen wie diesen spendet ein Planschbecken Abkühlung.
Seit mehr als fünf Jahren lang wächst die JuKi als Ort, an dem junge Menschen gemeinsam wachsen, glauben und leben. In seiner Ansprache erinnerte Stadtjugendpfarrer Alexander Klein am Sonntag daran, dass der Gartenbereich der JuKi bis im letzten Jahr kein Wohlfühlort gewesen sei. „Wir haben in der Jungen Kirche aber den Anspruch, dass sich Menschen wohlfühlen, einen Ort haben, wo sie geborgen sind“, so Pfarrer Klein. So entstand der lang gehegte Traum „Wohlfühloase“. Seit letztem Sommer leisteten viele junge Menschen und auch ältere Unterstützer:innen über 800 freiwillige Arbeitsstunden, entfernten alte Betonsteine, trugen 40 t Schutt ab und brachten neue Erde, Rasen und Pflastersteine herbei.
Stein für Stein, Hand in Hand, entstand etwas Neues, getragen von dem Wunsch, dass der Garten ein sichtbares Zeichen dessen wird, was in der JuKi gelebt werde: Gemeinschaft. „Man kann spüren, wie viel Liebe und Ideen die jungen Menschen in ihren Ort stecken“, so Alexander Klein.
Ohne Spender wäre das aber nicht möglich geworden. Rund 18.000 € gaben Privatpersonen, Kirchengemeinden, die Grashüpfer Stiftung e.V. und der Förderverein der Lukasgemeinde e.V. Außerdem haben auch Firmen wie Dietz & Associates und medDV GmbH (Fernwald) die Idee unterstützt. 10.000€ stammen aus einem Fond der EKHN für zukunftsweisende und neuartige Projekte.